Für Männer, die uns suchen
Wir erwarten, dass Sie mitarbeiten — in drei Richtungen: an sich selbst, verlässlich für Ihre Brüder, sichtbar in Ihrem Umfeld.
Dafür haben wir seit 1788 Werkzeuge: Rituale, Symbole und Allegorien, welche wir christlich deuten, und Brüder, die mit denselben Werkzeugen arbeiten.
Die meisten Männer, die zu uns kommen, bringen eine der drei genannten Richtungen schon mit. Die anderen beiden lernen sie hier kennen.
Eine Vereins-Mitgliedschaft endet, wenn sie nicht mehr passt. Wir sind ein Bund fürs Leben: Sie entscheiden sich für uns, wir uns für Sie.
Sechs Gründe, aus denen Männer zu uns kommen
An sich arbeiten, gemeinsam weiterkommen
Wir reden miteinander, damit sich etwas ändert — an uns und dort, wo wir leben und arbeiten. Nicht, um recht zu behalten.
Sie wollen an sich als Mensch arbeiten: an Ihrer Persönlichkeit, an Ihrem Charakter. Hier tun andere Brüder dasselbe, mit Ritualen, Symbolen und Allegorien: feste Handlungen und alte Bilder speziell für diese Arbeit. Die ältere Sprache der Freimaurerei nennt dieses Ziel Selbstentfaltung und Vervollständigung des Menschen. Das braucht allerdings Jahre, nicht Wochen, und wer hier anfängt, bleibt dabei.
Eine Verbindung, die etwas kostet
Füreinander einstehen — das haben Sie erlebt und verloren, oder nie gehabt und immer vermisst. Bei uns heißt das Bruderschaft und ist ein Bund auf Lebenszeit: Sie entscheiden sich für uns, wir uns für Sie. Was das im Alltag heißt: da sein, Aufgaben tragen, kommen, wenn einer Sie braucht.
Verlassen können Sie sich auf jeden Bruder, auch auf den, den Sie kaum kennen. Freundschaften wachsen daraus, bei manchen, über Jahre.
Werte, gelebt und getragen von vielen
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz, Humanität — für Sie keine Worte, sondern Maßstab. Wir arbeiten permanent an unserer eigenen Haltung und tragen die freimaurerischen Werte hinaus, sichtbar, für alle Menschen, zum Beispiel für die, die Schutz brauchen. An beidem arbeiten wir — und rechnen damit, dass Sie es auch tun.
Was hier geübt wird, muss draußen halten: im Beruf, in der Familie, im Streit. Sonst war es nichts wert.
Zuständig sein, ohne dass jemand fragt
Wo etwas zu tun ist, packen Sie an: in Familie, Nachbarschaft, Umfeld. Hier treffen Sie Brüder, die genauso denken und handeln, weil sie die freimaurerischen Werte als die ihrigen betrachten. Wer bei uns anfängt, findet Aufgaben in der Bruderschaft und in der Loge, und wir rechnen damit, dass er sie annimmt, wenn sie anstehen.
Wenn Oberflächlichkeit nicht mehr genügt
Ihnen reicht Oberflächlichkeit nicht mehr — nicht in Gesprächen, nicht in Freundschaften, nicht im Blick auf die Welt. Wir arbeiten mit Ritualen, Symbolen und Allegorien — feste Handlungen, alte Bilder — daran, bessere Menschen zu werden. Das lebt davon, dass jeder etwas einbringt. Zuhören allein trägt es nicht.
Fragen, um etwas zu verändern
Sie stellen sich Fragen und hinterfragen — nicht aus Mangel, sondern um zu erkennen. Hier finden Sie Symbole und Allegorien: alte Bilder, die erst beim Anwenden etwas hergeben.
Was Sie hier hören, wird Ihrer Sicht auf die Welt widersprechen. Darauf kommt es an.
Erkenntnis zählt hier erst, wenn sich dadurch etwas verändert, an Ihnen und um Sie herum.
Wer wir sind
Wir sind ein fester Kreis, in dem sich Männer regelmäßig treffen, seit 1788 in Bremen. Unsere Mitglieder nennen sich Brüder; das ist der übliche Name, kein Rang. Was wir tun, ist Arbeit an der eigenen Person, mit alten freimaurerischen Ritualen und Symbolen: feste Handlungen und alte Bilder, die wir christlich deuten und auf das eigene Leben anwenden. Diese Arbeit wirkt über Jahre, nicht über ein Wochenende.
Unsere Rituale, Symbole und Allegorien werden auch von Logen benutzt, die sie anders deuten. Wir deuten sie christlich: auf unserem Altar liegt die Bibel. Eine Konfession verlangen wir nicht, und vorschreiben, was Sie glauben, tut Ihnen hier niemand. Wer mit dieser Symbolsprache arbeiten will, ist richtig.
Wer hier aufgenommen ist, kann Logen in anderen Städten und Ländern besuchen — auch solche, die nach einem anderen Lehrsystem arbeiten als wir. Das funktioniert seit Jahrhunderten.
Der Weg ist in Stufen aufgebaut, die aufeinander aufsetzen. Was in der einen gearbeitet wurde, trägt die nächste. Das ist der Grund, warum hier nichts in Wochen geht.
Wenn Sie zuerst hören wollen, wie ein Freimaurer selbst auf die üblichen Fragen antwortet: Der Sender ProSieben hat für „Galileo“ ein Interview aufgezeichnet: Ein Freimaurer beantwortet häufig gestellte Fragen aus dem Internet. Der Link führt zu ProSieben; dort gelten deren Bedingungen.
Was wir nicht sind
Was wir erwarten
Dass Sie mitarbeiten: an sich selbst, verlässlich für Ihre Brüder, sichtbar in Ihrem Umfeld. Die meisten Männer, die zu uns kommen, bringen eine dieser drei Richtungen mit. Die anderen beiden lernen sie hier. Wer zusehen will, ist hier falsch.
Wir suchen nach dem, was wahr ist, nicht nach dem, was bequem ist. Und wir messen Erkenntnis daran, ob sie im Leben etwas ändert.
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz, Humanität — diese Werte sind bei uns keine Überschrift, sondern das, woran Sie sich messen lassen. Wer sie ernst nimmt, hinterfragt, versteht und ändert dann etwas: an sich, und dort, wo er lebt und arbeitet.
Bruderschaft heißt: Sie können sich auf jeden Bruder verlassen, auch auf den, den Sie kaum kennen. Das gilt ab dem ersten Tag. Freundschaften entstehen daraus nicht von selbst — die wachsen hier wie überall, über Jahre und nicht mit jedem. Wir versprechen Ihnen Verlässlichkeit und erwarten sie von Ihnen: da sein bei den rituellen Abenden, Aufgaben übernehmen, kommen, wenn ein Bruder Sie braucht. Freunde versprechen wir Ihnen nicht.
Was es an Zeit verlangt
Sie kommen zu ein bis drei rituellen Abenden im Monat, dazu zu den brüderlichen Treffen. Nicht ein Jahr lang, sondern dauerhaft.
Was wir zusagen
Wir antworten ehrlich, auch auf unbequeme Fragen: zu Zeitaufwand, zu Kosten, zu Austritten. Sie stehen mit dem, was Sie sich vorgenommen haben, nicht allein. Wir verschwenden Ihre Zeit nicht: Was hier geschieht, hat eine Form und einen Grund. In Not ist jemand da, und die Hilfe kommt sofort, nicht nach einer Prüfung.
Was Sie erzählen, bleibt hier. Vertraulichkeit untereinander ist Bedingung, nicht Angebot. Bei der Aufnahme verpflichtet sich jeder Bruder darauf, und sie gilt in beide Richtungen: nach außen für unsere Symbole und Werkzeuge, hier drinnen für das, was ein Bruder einem anderen anvertraut. Das heißt: wir geben es nicht weiter — nicht, dass es verborgen wäre.
Woran wir außerdem beteiligt sind
Eine Reihe von Brüdern des Oelzweiges arbeitet in der Freimaurerischen Forschungsvereinigung Frederik zu Flensburg mit. Dort wird die Geschichte und die Überlieferung der Freimaurerei untersucht und veröffentlicht, nüchterne Quellenarbeit, kein Bekenntnis.
Unsere Großloge unterhält die Zinnendorfstiftung. Sie betreibt ein Wohn- und Pflegeheim für körperlich schwerstbehinderte jüngere Menschen und mit dem Haus Rosenstift eine Wohnanlage für alleinstehende ältere Menschen.
Wer hierher passt
Männer zwischen 28 und 55 aus Bremen und der Region. Das ist die Spanne, in der die meisten zu uns finden — nicht die Spanne, in der wir sitzen: unsere Brüder sind heute zwischen 26 und 94 Jahre alt.
In der Loge sitzen Männer nebeneinander, die sich draußen nie begegnen würden: anderer Beruf, andere Herkunft, andere Meinung. Sie bleiben trotzdem am Tisch. Das ist die Übung.
Der erste Schritt
Kommen Sie zu einem Gästeabend oder besuchen Sie uns am Tag des offenen Denkmals, einem Abend, an dem Gäste kommen, zuhören und fragen, ohne sich zu verpflichten. Schreiben Sie an logenmeister@oelzweig.haus, dann nennen wir Ihnen den nächsten Termin. Sie müssen sich nicht erklären und nichts mitbringen.
Vor einer Aufnahme, dem Tag, an dem ein Suchender Mitglied wird, stehen mehrere Gespräche mit dem Logenmeister oder einem von ihm Beauftragten. So viele, wie es braucht. Das zieht sich über Monate.
Schreiben Sie uns